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Aus der Arbeit der Geraberger Heimatfreunde

Geratal, den 17. 02. 2021

Geraberg in der neuen Gemeinde Geratal

 

WER SIND WIR? 

 

Wir gründeten den Verein Geraberger Heimatfreunde e.V. im Februar 2007. Seitdem versuchen wir Geschichtliches zum Ort und damit die Chronik zu vervollständigen. Der Beitritt zur neuen Gemeinde Geratal gehört natürlich dazu.


Das wichtigste Datum, welches 1989 Herr Egon Wallendorf im Archiv fand, war die Ersterwähnung des Ortes Gera. In einer Schenkungsurkunde vom 22. Juni 1246 überträgt ein Geistlicher zu seinem Seelenheil neben verschiedenen Grundstücken u. a. den „neuen Weinberg“ in Gera an die Marien-Kirche in Erfurt.
Neben Gera existierte später der Ort Arlesberg, der 1569 eine gesicherte erste Erwähnung fand. Kirchlich war Gera Hauptkirche. Dazu gehörten als Filialkirchen Angelroda, Elgersburg, Roda, Manebach, zeitweise auch Gehlberg und später Arlesberg. Mit eigenen Pfarrherren kam es im Laufe der Zeit zur Abtrennung dieser, nur Arlesberg blieb. 


Gerichtsherren waren die von Witzleben in Elgersburg und Liebenstein. 1919 gehörte Gera zum Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha.


In der neuen politischen Ordnung erfolgte 1923 der Zusammenschluss der Orte Gera und Arlesberg zu Geraberg. Wir gehörten nun zum Kreis Arnstadt im Land Thüringen. Nach der Bezirksbildung 1952 gehörte Geraberg zum neuen Kreis Ilmenau im Bezirk Suhl. 1976/77 wurde ein Gemeindeverband gebildet. Diesem gehörten neben Geraberg die Gemeinden Geschwenda, Elgersburg, Martinroda und Heyda an. 


Nach der Wende 1989 wurde im Jahre 1991 ein Kommunalverband mit den Gemeinden Geschwenda, Elgersburg und Martinroda gebildet, der aber nicht lange bestand. Aufgrund der veränderten Gesetzeslage in Thüringen wurde 1992 die Verwaltungsgemeinschaft „Geratal“ mit Sitz in Geraberg gegründet. Zur VG gehörten die Gemeinden Geraberg, Elgersburg, Martinroda, Angelroda und Neusiß. 1996 gab es erste Diskussionen zur Bildung einer Einheitsgemeinde.
Seit 1. Januar 2019 (nach fast 30 Jahren) ist Geraberg ein Ortsteil der neuen Gemeinde Geratal. 


Nun ist es unser Bestreben, die neuen Nachbarn besser kennenzulernen, vor allem auch ihre Geschichte mit unserer Geschichte bekannt zu machen. Es gibt schon viele Verbindungen und Vereine sind dazu ein gutes Mittel zum Zweck. Jeder Ort hat seine großen und kleinen Jubiläen. Geraberg könnte in diesem Jahr die 775 Jahrfeier begehen, aber – wir verschieben auf 2023 und feiern dann lieber 777 Jahre, hoffentlich ohne Corona! Auf kleine Jubiläen wollen wir aber im Laufe des Jahres aufmerksam machen.  

 

Gabi Irrgang
Vereinsvorsitzende     

 

Bild zur Meldung: Aus der Arbeit der Geraberger Heimatfreunde