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Heimatmuseum Gräfenroda

von Alexandra

Schon vor Gründung des Heimatvereins (199) existierte eine Heimatstube im Haus gegenüber dem „Haus Grevenrot“. Diese wurde aus Anlass der 700jährigen urkundlichen Erwähnung Gräfenroda (1290) eingerichtet.

Nach 1990 beanspruchten jedoch die Erben dieses Haus, sodass die Heimatstube geräumt werden musste. Eine passende alternative Räumlichkeit war zu dem Zeitpunkt noch nicht gefunden.

Rainer Abendroth (1925–2009), Gründer des Heimatvereins und Verfasser der heimatgeschichtlichen Chroniken, setzte sich mit der Einwilligung des damaligen Bürgermeisters dafür ein, die oberen Räume des ehemaligen Gemeinderates als Heimatmuseum einzurichten.

Im Jahre 1999 wurde das Museum im Zuge des ersten Festes „Rund um das Haus Grevenrot“ eröffnet und das Haus erhielt seinen heutigen Namen „Haus Grevenrot“.  Das Gebäude steht direkt im Ortskern von Gräfenroda, nahe dem Lindenplatz, zwischen dem Zwergenmuseum „Zwergstatt Gräfenroda“ und dem Bürgerhaus (mit AWO-Begegnungsstätte, Medien- und Bildungszentrum und Jugendclub). Im oberen Teil des Hauses ist ein wunderschönes Fachwerk zu betrachten. Dadurch hebt es sich von den umliegenden Häusern deutlich ab.

Das Museum zeigt einen Querschnitt der Orts- und Industriegeschichte Gräfenrodas und ist thematisch, nicht chronologisch, aufgebaut. Der Besucher erfährt im oberen Stockwerk etwas zur Geschichte der Holzgewinnung und -verarbeitung. Dabei kann man einen kurzen Abriss über das verschwundene Dorf „Lütsche“ erhaschen.

Weiter geht es vorbei am Schulwesen Gräfenrodas hin zur Glasindustrie. Im nächsten Raum gibt es eine Ausstellung zur Zwergenmanufaktur Philipp Griebel, welche sich direkt nebenan befindet. Außerdem werden Artefakte der Porzellan- und Keramikproduktion gezeigt. Es schließt sich ein Raum an, der über das Transportwesen, Vereine und Druckereien informiert, bevor man in die „gute Stube“ von 1900 kommt.

Auf dem Flur erfährt der Besucher noch etwas zur Geologie und zum Bergbau Gräfenrodas. Den Abschluss des Rundganges im oberen Stockwerk stellt der Blick in eine alte Küche um 1900 dar.

Im Erdgeschoss es einen weiteren Ausstellungsraum, in welchem ausschließlich Werke von Kirchturmuhren aus der ehemaligen Turmuhrenfabrik Kühn in Gräfenroda zu sehen sind – ein Muss für alle, die sich für alte Uhrwerke sowie dessen Technik und Funktion interessieren.

In unmittelbarer Nähe befinden sich auch der Johann-Peter-Kellner-Platz und die „St. Laurentius“ Kirche mit ihrer wunderschönen „Kellner-Weise-Orgel“, die Ende der neunziger, Anfang der zwanziger Jahre komplett renoviert und überholt wurde. Auf dem Weg zur Kirche erfährt man auf Schautafeln viel Interessantes über die Adjuvanten der Kirche.

Heimatmuseum Gräfenroda

Bahnhofstraße 1
99330 Geratal OT Gräfenroda

Kontakt über Fremdenverkehrsbüro:
(Montag und Mittwoch: 10:00 bis 12:00 Uhr)
Frau Ingrid Belau
Telefon (036205) 76 273

Kontakt über Heimatverein Gräfenroda e. V.:
Vors. Karola Eschrich
Telefon (036205) 76 951
heimatverein@graefenroda.de

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