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Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode – Medieninformation 19/2021 –

von Alexandra

Klimakrise im Wald geht weiter: Borkenkäferwelle
trotz reichlich Regen

Aufschwung am Holzmarkt für Schadholz-Sanierung nutzen

Erfurt, 16.07.2021: Die Klimakrise in Thüringens Wäldern setzt sich leider fort. Trotz reichlich Niederschlägen rollt wieder eine extreme Borkenkäferwelle auf die verbliebenen Nadelwälder zu, warnt das Forstamt Erfurt-Willrode und appelliert an die Waldbesitzer, den aufnahmefähigen Holzmarkt für die schnelle Schadholzsanierung zu nutzen.

Die Trockenheit der letzten Jahre habe die Wälder im Forstamt Erfurt-Willrode unter massiven Klimastress gesetzt. „Das hat Schwächeparasiten wie den Borkenkäfer geradezu explodieren lassen“, erklärt Forstschutzexperte Thomas Kallenbach. Die Borkenkäfer haben inzwischen Dichten erreicht, mit denen sie trotz reichlicher Niederschläge auch gesunde Bäume erfolgreich angreifen können:
„Die Vermehrungswelle läuft gerade wieder in noch nicht gekannten Dichten und wird bald einen traurigen Höhepunkt erreichen.“

Trotz intensiver Gegenmaßnahmen seien die Wälder durch den Klimawandel so geschwächt, dass dem Schädling auch in diesem Jahr wieder ganze Fichtenbestände zum Opfer fallen werden. „In den Nadelholzgebieten des Forstamtes Erfurt-Willrode läuft der Einschlag von befallenen Käferholzbäumen daher schon auf Hochtouren“, erläutert Forstamtsleiter Dr. Chris Freise. Das betreffe vor allem die Fahner Höhe, den Werningsleber Wald, Teile der Reinsberge bei Arnstadt sowie vor allem die Nadelholzwälder um Kranichfeld, Stadtilm und Osthausen.

Freise appelliert an die Waldbesitzer, befallene Bestände jetzt so schnell wie möglich zu sanieren, da sich aktuell auch der Holzmarkt wieder aufnahmefähig zeige. „Die Rundholzpreise in Kombination mit Fördermitteln entlasten die Waldbesitzer von finanziellen Risiken bei der Sanierung, wenn man schnell ist“, so der Forstamtsleiter.

Befallenes Käferholz müsse so schnell wie möglich eingeschlagen und abtransportiert werden, erläutert Thomas Kallenbach. Alternativ komme die Entrindung vor Ort oder die Behandlung mit Holzschutzmitteln infrage.

„Befallene Fichten erkennt man vor allem an starkem Bohrmehlauswurf und dem Verlust von grünen Nadeln. Beides sammelt sich am Stammfuß. Danach röten die verbliebenen Nadeln und die Rinde fällt ab. Dann ist es für die Sanierung fast zu spät, weil die Borkenkäfer mit Nachwuchs schon wieder auf der Suche nach den nächsten noch lebenden Fichten sind“, erklärt Kallenbach. Es gehe darum, die noch lebenden Bestände so lange wie möglich zu halten und auch benachbarte Waldgrundstücke zu schützen.

Das Forstamt habe wieder hunderte Hinweisschreiben versandt und schlage seit Wochen Alarm. Für die Käfersanierung stehen auch Fördermittel bereit. Das wichtigste sei, so schnell wie möglich mit dem örtlichen Revierförster oder dem Forstamt Kontakt aufzunehmen und mit den Arbeiten anzufangen.
„Bei der Borkenkäferbekämpfung versuchen wir unsere Kräfte dort zu konzentrieren, wo sie den größten Nutzen bringen“, sagt der Forstamtsleiter. Man arbeite nach einem abgestuften Sanierungskonzept je nach Lage in verschiedenen Intensitätszonen und berücksichtige wo möglich auch Totholz.

Waldbesucher müssen sich leider auf wachsende Wiederbewaldungsflächen, stark beanspruchte Waldwege über die Sommermonate bis in den Herbst hinein und auch tote Bäume einstellen.

Bei Rückfragen steht das Forstamt Erfurt-Willrode gerne zur Verfügung
(036209/43020 oder forstamt.erfurt-willrode@forst.thueringen.de).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Chris Freise Forstamtsleiter

Quelle:
Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode

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Organisationsportrait 
Die am 1. Januar 2012 gegründete Landesforstanstalt ThüringenForst – Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) mit Sitz in Erfurt bewirtschaftet rund 200.000 Hektar Staatswald, nimmt hoheitliche Aufgaben im gesam-ten Waldgebiet des Freistaats wahr (550.000 Hektar) und bietet Dienstleistungen (Beförsterung) für den Privat- und Kommunalwald an. Mit 24 Forstämtern und 279 Forstrevieren ist ThüringenForst-AöR flächendeckend in Thüringen aufgestellt. Mit knapp 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird ein Jahresbudget von circa 100 Millionen Euro bewegt. Das Cluster Forst & Holz im Freistaat Thüringen sichert über 40.000 Arbeitsplätze, vorwiegend im strukturschwachen ländlichen Raum, und generiert einen Branchenumsatz von über zwei Milliarden Euro – die damit viertgrößte Wirtschaftsbranche Thüringens. Weitere Informationen finden Sie unter www.thueringenforst.de.

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