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Blick hinter die Kulissen des Rennsteigtunnels: MDR dreht im Thüringer Wald

von Alexandra

Gemeinde Geratal, 06. Mai 2026

Für die MDR-Sendereihe „Der Osten – entdecke, wo du lebst“ entsteht derzeit eine 45-minütiger Reportage über den Rennsteigtunnel, ein technisches Bauwerk, das seit seiner Eröffnung nicht nur als längster Straßentunnel Deutschlands gilt, sondern auch die Entwicklung der gesamten Region nachhaltig geprägt hat. Verantwortlich für die Produktion sind Steffi Peltzer-Büssow gemeinsam mit Frank Engelmann von der Firma Clip-Film. Die Ausstrahlung ist für Herbst 2026 geplant.

Im Fokus der Dreharbeiten stehen nicht nur spektakuläre Einblicke in den Tunnel selbst, sondern vor allem die Menschen und Institutionen, die täglich mit ihm arbeiten oder von ihm beeinflusst werden. So werden unter anderem die Arbeit der Tunnel-Feuerwehr und der Autobahnmeisterei beleuchtet; Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst verborgen bleiben.

Ein weiterer Drehtermin fand am 6. Mai im Naturpark Thüringer Wald statt. Hier arbeiteten verschiedene regionale Akteure eng zusammen: Vertreter des Naturparks, der Naturparkmeisterei, von ThüringenForst sowie der Gemeindeverwaltung Geratal. Unterstützt wurden sie von Jugendlichen der Gerataljugend.

Gedreht wurde unter anderem am sogenannten „Bürgermeister-Blick“ sowie entlang des Rundwanderwegs „Lütsche-Flößgraben“ mit dem markanten Ausflugsziel Ausgebrannter Stein. Neben Interviews standen hier auch praktische Naturschutzmaßnahmen im Mittelpunkt: Gemeinsam mit der Naturparkmeisterei führten die Jugendlichen Pflegearbeiten durch, schnitten überwachsene Bereiche frei und machten eine Infotafel sowie eine Sitzbank wieder zugänglich.

Inhaltlich beleuchtet der Film die Veränderungen, die der Bau des Rennsteigtunnels und der Autobahn A71 für die Region mit sich gebracht hat. Die Gemeinde Geratal zieht dabei ein überwiegend positives Fazit: Die neue Verkehrsinfrastruktur habe die Erreichbarkeit deutlich verbessert. Städte wie Erfurt sind heute in rund 30 Minuten erreichbar, Suhl sogar in etwa 20 Minuten. Dies erleichtere Pendlern den Alltag, stärke den Arbeitsmarkt und erhöhe die Attraktivität für Unternehmen.

Auch der Tourismus profitiert spürbar. Besucher gelangen schneller in den Naturraum des Thüringer Waldes und können gleichzeitig kulturelle Angebote der umliegenden Städte nutzen. Der Rennsteigtunnel selbst fungiert zudem als Anziehungspunkt: Als ingenieurtechnische Besonderheit erzeugt er Aufmerksamkeit weit über die Region hinaus.

Nicht zuletzt hat die Verkehrsverlagerung zu einer deutlichen Entlastung vieler Ortschaften geführt. Durchgangsverkehr und insbesondere Schwerlastverkehr wurden mit dem Bau der Waldautobahn und des Rennsteigtunnels umgeleitet und verlaufen heute größtenteils unterirdisch, wodurch Ortskerne ruhiger, sicherer und lebenswerter geworden sind.

Die MDR-Reportage verspricht damit nicht nur spannende Einblicke hinter die Kulissen eines außergewöhnlichen Bauwerks, sondern zeichnet auch ein umfassendes Bild davon, wie Infrastruktur, Natur und Gesellschaft im Thüringer Wald miteinander verbunden sind. Insgesamt gilt der Rennsteigtunnel damit als wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der Region.

Text und Bilder: Pressestelle Gemeinde Geratal