Im Jahr 2025 kann man schon sagen, dass der Kontakt zu Morbach und Pont-sur-Yonne sehr rege gewesen ist. Im Januar ging es los mit dem Neujahrsempfang in Frankreich – kurz drauf die Morbacher in Geraberg, um von unserem Heinz Hertwig Abschied zu nehmen. Ende Februar ging es dann schon wieder nach Morbach, um den dortigen neugewählten Bürgermeister Arianit Beseri zur Amtsübernahme zu beglückwünschen. Im September weilten wir erneut im Hundsrück. Wir folgten der Einladung zum traditionellen Morbacher Herbstmarkt und haben mit 10 Personen unser Geraberg an einem Informations- und Verkaufsstand präsentiert. Ende November waren wir zu Gast bei der Festveranstaltung “50Jahre Einheitsgemeinde Morbach“. Bei diesem Zusammentreffen fanden wir nun auch einmal die Zeit, Morbach und Umgebung besser kennenzulernen. Es gibt sehr viele schöne Dinge zu sehen und auch zu erleben. Auch mit Kindern kann ein Aufenthalt in Morbach sehr abwechslungsreich gestaltet werden.
Interesse geweckt??? Wir freuen uns über jeden, den wir für unsere Partnergemeinden begeistern können. Egal ob in privater Hinsicht oder vereinsmäßig.
Ein bisschen mehr ins Detail möchten wir jetzt bei dem Weihnachtsbesuch unserer Morbacher und Franzosen in Geraberg gehen. Der Besuch unserer Gäste sollte einige Tage dauern, denn sie wollten nicht nur unseren Weihnachtsmarkt beiwohnen, sondern auch nette Gespräche mit unseren Bürgern aus Geraberg führen und gemeinsam mit ihnen ein paar schöne Stunden verbringen. Auch hier wäre es schön, wenn sich noch einige Bürger Gerabergs an solchen Treffen mit beteiligen würden. Tolle Gespräche entwickeln sich und der Spaß dabei kommt auch nicht zu kurz. Einhellig waren auch alle wieder der Meinung „So viel haben wir lange nicht gelacht“. Und Lachen ist soooo schön und soooo gesund.
Gut gelaunt kamen unsere Morbacher und Franzosen am Freitag, einen Tag vor dem Weihnachtsmarkt, an. Wir begleiteten sie in ihre Übernachtungshäuser beim Jens Hertwig. Auf Anhieb fühlten sie sich pudelwohl, wie in einem Märchen hier oben, war die Meinung unserer Gäste. Die Bäume waren weiß gezuckert und eine mystische Stille lag über dem Tal. Per Beine ging es zum Kaffeetrinken zu Daniela ins Mühlencafé. Nach dem langen Sitzen im Bus ein willkommener Ausgleich. Die Chefin hatte gut eingeheizt und wir durften am Öfchen Platz nehmen. Wir fühlten uns heimelig aufgehoben und die schöne weihnachtliche Dekoration tat ihr übrigens dazu. So nach und nach füllte sich die gedeckte Tafel, denn einige Bürger aus Geraberg kamen gerne hinzu, um unsere Gäste kennenzulernen. Bei Kaffee und Kuchen und dem warmen Öfchen im Rücken wurde es ein geselliger Nachmittag. Noch ein bisschen Bewegung musste sein und somit entschlossen sich einige nicht mit dem Auto, sondern per Fuß zum nächsten Treffpunkt zu gehen. Ein guter Gedanke, denn so konnten wir ihnen unseren neu gestalteten Kreisel zeigen. Die Begeisterung dafür war unseren Gästen anzusehen und auch ein Blick hinauf zu der Schwedenhütte ließ sie staunen. In solchen Momenten wird einem, als Bürger von Geraberg, wieder einmal bewusst, wie schön unser Dorf ist und was man alles gemeinsam schaffen kann.
Angekommen bei Detlef und Heike war die lange Tafel schon für etwa 20 Personen eingedeckt und so stand einem gemütlichen Abend bei netten Gesprächen und gutem Essen nichts mehr im Wege. Für die Gaumenfreuden hatten alle gesorgt. Typisch thüringische Spezialitäten und Fisch, frisch aus dem Räucherofen, wurden gereicht. Jeder brachte einen hausgemachten Salat mit, so dass alle mit beigetragen haben, einen schönen Abend daraus werden zu lassen.
Am Tag des Weihnachtsmarktes mussten wir unsere Gäste am Vormittag sich selbst überlassen, denn wir hatten ja alle morgens schon auf dem Weihnachtsmarkt zu tun. Einige der Morbacher kannten sich ja schon aus in Geraberg und die zeigten den Neulingen erstmal den Morbacher Park, das Schwimmbad und das Thermometermuseum, wo sie von Carmen Rux einen Kaffee zum Aufwärmen bekamen.
12.00 Uhr trafen sich alle im Schullandheim bei Jens Hertwig, wo es ein leckeres Mittagessen gab. Auch die Lahnauer waren zwischenzeitlich angereist, um auch unseren Weihnachtsmarkt mit beizuwohnen. Somit waren alle Partnerschaftsgemeinden mal an einem Tisch. Ein berührender, schöner Augenblick. Die Lahnauer kannten unseren Markt schon und für die Gäste aus Morbach und Pont-Sur-Yonne war es ihr erster Besuch dort. Beeindruckt waren sie, was doch unser kleiner Ort Geraberg so auf die Beine stellt. Abends saß man wieder gemütlich beim Resteressen bei Detlef und Heike. Schnell verging die Zeit und der Abreisetag wurde greifbar.
Vormittags 10.00Uhr ging es mit unseren Gästen nach Lauscha, um ihnen die traditionelle Thüringer Glaskunst zu zeigen. Nicht schlecht staunten sie über so viel Gläsernes auf engstem Raum und ständig konnte man ein Ah und Oh vernehmen. Interessiert schauten sie dem einen oder anderen Glasbläser beim Arbeiten über die Schulter. Fasziniert und mit tollen Eindrücken im Gepäck fuhren unsere Gäste am Nachmittag in Richtung Heimat. Für alle Beteiligten war es ein herzerwärmendes Wochenende, was weiterhin gepflegt werden muss.
Schön wäre es, wenn jetzt diese kleinen Geschichten Euch dazu bewegen, Teil dieser Geschichten zu werden und Ihr Euch gerne mit einbringt. Es werden ab und an Partnerschaftsbesuche hin wie her gemacht und man kann dabei sein, wann immer man will. Gerne können auch neue Vorschläge und Ideen mit eingebracht werden bei der Gestaltung der Partnerschaftsfreundschaft.
Jeder ist herzlich willkommen mitzuwirken und bei Interesse könnt Ihr Euch gerne melden unter der Tel.-Nr. 01727922260. Traut Euch, ruft an und erlebt neue Horizonte.
Text & Fotos Heike Bräuning













