Zitat Schülerinnen.
Leonie Traufmann, Wiebke Brandt (Schulprojekt „Digitales Geratal“; 2025/2026)
Geschichte
Das Röderschlösschen wurde im Barockstil 1750 von dem Freiherrn von Röder errichtet. Das Röderschlösschen ist das bedeutendste Denkmal, das der Freiherr von Röder in Liebenstein hinterließ. Die dreiflügelige Anlage steht auf dem sogenannten Goldacker. Die Details im Stuck des Saales verweisen auf die Handschrift des Stuckateurs Güldner. Diese Motive weisen auf den damals berühmten Sachsen-Weimarischen Baumeister Gottfried Heinrich Krohne hin. Er war der Architekt, der die Kirche in Geschwenda für Freiherrn von Röder baute. Gottfried Heinrich Krohne entwarf auch die Marientalbrücke bei Molsdorf für Graf von Gotter. Die Hinweise auf Krohne und Güldner sind jedoch, was das Röderschlösschen angeht, nur Spekulationen.
Die Witwe von Röder erhielt das Gut Liebenstein 1756 und bezog das dortige Herrenhaus, das ihr verstorbener Ehemann Heinrich Günther Reinhard von Röder errichten ließ. Die Witwe wohnte bis zu ihrem Tod im Jahre 1786 im Röderschlösschen Liebenstein. Ab 1790 bezog der neue Gutsbesitzer Ernst von Witzleben das Röderschlösschen. Nach seinem Tod wohnte sein Sohn Emil darin, wenn er sich in Liebenstein aufhielt. Emil von Witzleben starb 1820, und damit war die Zeit der Familie von Witzleben in Liebenstein beendet; das Röderschlösschen fiel an Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg zurück.
Ab 1820 hatte das Röderschlösschen verschiedene Funktionen und war für den Herzog von Sachsen-Gotha als Jagdschloss vorgesehen. Ab 1826 wurde das Röderschlösschen zum Sitz des Rentenamtes, das nach Liebenstein verlegt wurde. Ein Justizamt kam 1830 hinzu, welches von Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha errichtet wurde. Elgersburg, Frankenhain, Geraberg, Gossel, Gräfenroda, Lütsche, Kettmannshausen, Manebach, Neuroda, Rippersroda, Traßdorf und Liebenstein unterstanden diesem Justizamt.
Das Justizamt und das Rentenamt veränderten die Räume für ihre Zwecke; so wurden beispielsweise Zwischenwände eingezogen. Dieser Bauzustand änderte sich erst nach 1947 durch erneute bauliche Eingriffe. Das Justizamt ließ ein Gefängnis einbauen; 1912 fanden weitere Umbauten im Röderschlösschen statt. Auch der Festsaal wurde geteilt. Das Justizamt Liebenstein wurde 1920 aufgelöst. Im selben Jahr wurde das Röderschlösschen Eigentum des neu gegründeten Freistaates Thüringen. 1927 wohnte Förster Krehan im Röderschlösschen.
In der Zeit des Nationalsozialismus gelangte das Röderschlösschen in den Besitz der Gemeinde Liebenstein. 1948 setzte der Bürgermeister den Rückkauf des Röderschlösschens durch, und fortan diente das Gebäude als Gemeindebüro. In weiteren Räumlichkeiten schuf die Gemeinde Wohnungen. Mit der Gründung der DDR am 07.10.1949 wurde das Röderschlösschen Volkseigentum bis zum 03.10.1990. Es wurden ein Konsum eingebaut, das Bürgermeisteramt eingerichtet und auch ein Heimatmuseum geschaffen.
Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde das Röderschlösschen, nun in Verwaltung der Treuhand, durch den damaligen Bürgermeister Albrecht Dürrer wieder in Gemeindeeigentum überführt. Die Räume werden auch von verschiedenen Vereinen aus Liebenstein genutzt. Das Röderschlösschen soll nach der Sanierung seinen Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinen als Bürgerhaus zur Verfügung stehen. Geplant ist außerdem, in diesen Räumlichkeiten ein Ortschaftsbüro, eine Bücherei und das Heimatmuseum unterzubringen. Ebenso ist vorgesehen, es als Mehrgenerationenhaus sowie als Seniorentreff und Jugendclub zu nutzen.
Quellen:
Buch „700 Jahre Liebenstein“ von Albrecht Dürer
https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/
Chronik des Röderschlösschens
1750
– Bau des Röderschlösschens im Barockstil durch Freiherrn von Röder
– Bedeutendstes erhaltenes Denkmal des Freiherrn in Liebenstein
– Dreiflügelige Anlage auf dem „Goldacker“
– Stuckarbeiten im Saal: Hinweise auf Stuckateur Güldner*
– Stilistische Bezüge zum Baumeister Gottfried Heinrich Krohne* (u. a. Kirche in Geschwenda, Marientalbrücke bei Molsdorf)
* Zuschreibungen zu Krohne und Güldner gelten als nicht gesichert
18. Jahrhundert / Frühe Nutzung
1756
– Witwe von Röder übernimmt Gut Liebenstein
– Bezug des Herrenhauses (erbaut von Heinrich Günther Reinhard von Röder)
– Wohnsitz der Witwe bis 1786 im Röderschlösschen
Zeit der Familie von Witzleben
ab 1790
– Ernst von Witzleben wird Gutsbesitzer und nutzt das Schlösschen
– Nach seinem Tod: Nutzung durch Sohn Emil bei Aufenthalten
1820
– Tod Emil von Witzleben → Ende dieser Besitzphase
– Übergang an Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg
Binnengliederung im Erdgeschoss nach Umbauphase 1749/50
- Datierung: vermutlich 1843
- Darstellung fünfläufiges hofseitiges Süd-Treppenhaus
- der gegenüber dem Treppen-Mittellauf dargestellte kleine Innenraum war vermutlich der bauzeitliche Zugang zum Keller unter dem Mittelrisalit
These: Vermutlich befand sich in diesem Bereich auch die Treppe ( östlicher Treppenlauf zum Obergeschoss vor der Bauphase Mitte des 18. Jh.) - im EG des östlichen Seitenflügels befand sich die herzogliche Küche mit Backofen
Nutzungsskizze des Obergeschosses (teilweise)
- Datierung: 1880
- fünfläufige Treppe existierte zu diesem Zeitpunkt noch
- mit Einzug des Justizamtes 1866 erfolgten bauliche Veränderungen wie z. b. der Einbau von Querwänden im Bereich des „großzügigen“ Treppenhausvorplatzes / Diele sowie Saal mit Stuckdecke (heute nicht mehr vorhandene Querwände)
Stallgrundriss mit Wohnung im südlichen Bereich
- Datierung: Nach Einzug Justizamt 1866
- größere Längsausdehnung und andere Binnengliederung (Vorgängergebäude vermutlich abgebrochen, heutige Bebauung nicht untersucht)
19. Jahrhundert – Verwaltungsnutzung
ab 1820
– Nutzung u. a. als Jagdschloss
1826
– Sitz des Rentenamtes (Verlegung nach Liebenstein)
1830
– Einrichtung eines Justizamtes (Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha)
-> Zuständigkeit für mehrere umliegende Orte (u. a. Elgersburg, Gräfenroda, Manebach)
Umbauten und Veränderungen
– Anpassungen durch Renten- und Justizamt (z. B. Einziehen von Zwischenwänden)
– Einbau eines Gefängnisses durch das Justizamt
1912
– Weitere Umbauten, Teilung des Festsaals
– Ursprünglicher Bauzustand erst nach 1947 wieder verändert
20. Jahrhundert
1920
– Auflösung des Justizamtes
– Übergang in Eigentum des Freistaates Thüringen
1927
– Nutzung als Wohnsitz (Förster Krehan)
1948
– Rückkauf durch die Gemeinde → Nutzung als Gemeindebüro und Wohnraum
1949–1989 (DDR)
– Volkseigentum
– Einrichtung von Konsum, Bürgermeisteramt und Heimatmuseum
Seit der Wiedervereinigung
– Überführung aus Treuhandverwaltung zurück in Gemeindeeigentum
– Nutzung durch Vereine aus Liebenstein
Geplante Entwicklung nach Sanierung:
– Bürgerhaus
– Ortschaftsbüro
– Bücherei und Heimatmuseum
– Mehrgenerationenhaus
– Seniorentreff und Jugendclub

Lageplan; unmaßstäblich
Ort: 99330 Geratal OT Liebenstein
Objekt: Hauptstraße 41; Röderschlösschen (rot gekennzeichnet)
Standort: Dorfkern
Bildquellen
Lorem Ipsum
Das Röderschlösschen ist eine dreiflügelige Anlage im Rokoko-Stil. Es besteht aus einem Mitteltrakt und zwei Seitenflügeln, die einen kleinen Innenhof umschließen. Der Bau erhebt sich über einem Natursteinsockel, der typisch für Herrensitze dieser Zeit ist.
Die Außenfassade ist schlicht verputzt und nur sparsam mit Rokoko-Dekorationen versehen. Besonders markant ist der vorspringende Mittelrisalit mit Pilastergliederung. Pilaster sind senkrechte Wandvorsprünge, die optisch Säulen nachbilden. Die Fenster des Mitteltrakts sind stichbogig ausgeführt, also am oberen Ende leicht gerundet, was dem Gebäude Eleganz verleiht. An den Ecken befinden sich Ecklisenen, schmale vertikale Elemente, die die Gebäudekanten betonen. Im Giebeldreieck über dem Mittelrisalit sind zwei stuckierte Wappenkartuschen mit typischen Rokoko-Verzierungen angebracht.
Die Seitenflügel sind bewusst schlichter gehalten, um den Mitteltrakt hervorzuheben.
Besonders hervorzuheben ist der große Festsaal im Obergeschoss des Mitteltrakts. Er misst etwa 9,5 × 6,6 Meter und besitzt eine rund fünf Meter hohe Stuckdecke, die nach einer Sanierung wieder freigelegt wurde. Die Decke ist reich verziert mit plastischen Blüten- und Rosettenkartuschen, umgeben von Blattornamenten, Ranken, C-Schwüngen und Muschelmotiven – typische Elemente des Rokoko. Die leicht gewölbte Deckenform vermittelt Eleganz und Großzügigkeit.
Unter dem ursprünglichen Boden befand sich ein historisches Tafelparkett, das den festlichen Charakter der Räume unterstrich. Durch Umbauten in der Nachkriegszeit wurden jedoch teilweise abgehängte Decken und Zwischenwände eingebaut, wodurch das ursprüngliche Raumgefühl verloren ging. Im Zuge späterer Sanierungen, insbesondere ab 1977, wurden diese Eingriffe teilweise rückgängig gemacht. Dabei wurden die Stuckdecke restauriert und ein repräsentatives Treppenhaus wiederentdeckt, das die ursprüngliche Raumstruktur verdeutlicht.
Das Röderschlösschen ist ein typisches Beispiel für ein ländliches Rokoko-Herrenhaus des 18. Jahrhunderts: repräsentativ, aber nicht übermäßig prunkvoll. Die Architektur zeigt den Anspruch des Bauherrn auf Status und Repräsentation, etwa durch den Mittelrisalit, die Wappenkartuschen und den Festsaal. Dieser diente nicht nur Wohnzwecken, sondern auch repräsentativen Anlässen wie Versammlungen oder Empfängen.
Sanierungsmaßnahmen nach der Wiedervereinigung (Auswahl)
- Restaurierung der Stuckdecke und Einrichtung einer Bibliothek
- Instandsetzung des Mittelrisalits
- Erneuerung des Fußbodens (inkl. Rekonstruktion des Tafelparketts)
- Fassadensanierung (Fenster und Anstrich)
- Rückbau späterer Einbauten (z. B. Konsum) und Wiederherstellung der ursprünglichen Fassade
- Rekonstruktion des zweiten Treppenlaufs
- Einbau moderner Sanitäranlagen
Beginn der Modernisierung:
ca. 2002
Wichtige Bauabschnitte:
– Dachsanierung: ca. 2012
– Fußboden im großen Saal und Heizung: 2015–2017
– Außenfassade: 2018–2019
– Innenarbeiten: ab 2020
– Nutzung durch Mieter bis 2022
Aktueller Stand und Planung:
– Fortschritt abhängig von Fördermitteln
– 2026: Fertigstellung des Flurs (inkl. Fußboden) geplant
– 2027: Fertigstellung der Westfassade
– Aktuell: Arbeiten an der Heizungsanlage
Besondere Entdeckungen bei Bauarbeiten:
– Gefundene Kellertreppe im Flurbereich
– Deckenmalereien mit Drachen- und Blumenmotiven
Aktuelle Nutzung:
– Nutzung durch drei Vereine
– Ortschaftsratsitzungen
– Hof und Sanitäranlagen für Veranstaltungen (z. B. Osterfeuer, Martini, Weihnachtsbaumverbrennen)
Zukünftig geplante Nutzung:
– Gemeindehaus und Veranstaltungsort (Feiern, Hochzeiten, Konzerte)
– Erhalt des Museums
– Nutzung durch Vereine
– Hof für Außenveranstaltungen
Bedeutung für Liebenstein:
– Wichtiges historisches Gebäude und gleichzeitig Gemeindehaus
– Zentrale Bedeutung für die Ortsidentität
Quelle: Interview mit Ortschaftsbürgermeister Jörg Becker
Heinrich Günther Reinhard von Röder wurde am 5. März 1697 in Gutenberg bei Halle an der Saale geboren. Sein Vater war als Gutsherr und durch verschiedene Verpflichtungen häufig unterwegs und oft außerhalb des Wohnortes beschäftigt. Deshalb sah Heinrich ihn nur selten. Einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte er bei seinen Großeltern in Geschwenda in Thüringen.
Dort fühlte er sich besonders wohl und dieser Ort wurde für ihn zu einer Art Heimat. Schon als junger Mensch träumte er davon, später einmal ein eigenes Gut mit einer Kirche zu besitzen. Aus Verbundenheit zu diesem Ort nahm er später den Namen „Röder von Schwende“ an.
Über seine Schulbildung ist heute nichts Genaues bekannt. Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, welche Schule er besucht hat. Dennoch muss er eine gute Ausbildung erhalten haben, denn später bekleidete er zahlreiche wichtige Ämter, die Wissen, Bildung und gute Umgangsformen voraussetzten.
Im Jahr 1716 kam Röder im Alter von 17 Jahren als Page an den herzoglichen Hof in Stuttgart. Ein Page war ein junger Diener oder Begleiter am Hof, der dort ausgebildet wurde und wichtige Kontakte knüpfen konnte. Bereits ein Jahr später, 1717, starb sein Vater in Dörnfeld an der Heide.
Danach verliert sich seine Spur für einige Zeit. Erst 1732 taucht sein Name wieder in Dokumenten auf. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits eine bemerkenswerte Karriere gemacht: Er war Geheimrat und Mitglied der württembergischen Regierung sowie Burggraf, Obervogt und Oberzahlmeister – alles einflussreiche Ämter. Als Burggraf besaß er sogar polizeiliche und ausführende Gewalt. Als Obervogt erhielt er hohe Einkünfte aus mehreren Städten, darunter Tuttlingen, Balingen und Ebingen. Zudem besaß er ein Haus in Göppingen und vermutlich auch eine Wohnung in Stuttgart.
Röder erhielt auch bedeutende Auszeichnungen. Besonders hervorzuheben ist der Alexander-Newski-Orden aus Russland, den er sogar in seinem Wappen zeigte. Außerdem trug er den Orden des Heiligen Hubertus und war Mitglied im Johanniterorden. Diese Ehrungen belegen seine hohe Stellung und Anerkennung.
Ab 1746 erwarb Röder mehrere Güter im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg, darunter Anteile an den Gütern Liebenstein, Frankenhain und Rippersroda. Später kaufte er auch Schloss Molsdorf und Teile des dazugehörigen Gutes. Den Besitz durfte er jedoch nur unter bestimmten, vom Herzog festgelegten Bedingungen führen. Die Verwaltung seiner Ländereien überließ er Verwaltern und Gerichtsbeamten.
Heinrich Günther Reinhard von Röder starb am 13. August 1756 auf Schloss Molsdorf nach längerer Krankheit.
Vom jungen Pagen entwickelte er sich zu einem der bedeutendsten Beamten am württembergischen Hof und zu einem wohlhabenden Gutsbesitzer. Sein Lebensweg zeigt, dass im 18. Jahrhundert Bildung, Beziehungen und Ehrgeiz den Aufstieg in höchste Kreise ermöglichen konnten.
Textquelle: Lorem Ipsum
Das Röderschlösschen steht unter Denkmalschutz. Das bedeutet, dass es als historisch wertvolles Gebäude gilt und deshalb besonders geschützt wird. Es wurde im 18. Jahrhundert im Rokoko-Stil erbaut und ist ein wichtiges Zeugnis der Geschichte des Ortes Liebenstein.
Da es sehr alt ist und eine besondere Bauweise besitzt, darf es nicht einfach umgebaut oder abgerissen werden. Der Denkmalschutz sorgt dafür, dass das Gebäude möglichst im Originalzustand erhalten bleibt. Wenn Reparaturen oder Veränderungen vorgenommen werden sollen, müssen diese vorher genehmigt werden. Fachleute prüfen dabei genau, welche Maßnahmen zulässig sind.
Besonderes Augenmerk liegt darauf, dass wichtige Bauteile wie die Fassade, alte Fenster und Türen sowie der große Rokokosaal mit seiner verzierten Stuckdecke nicht beschädigt werden. Ziel ist es, das Aussehen und den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren.
Bei der Sanierung des Röderschlösschens wurde deshalb sehr sorgfältig gearbeitet. Viele alte Bauteile wurden restauriert statt ersetzt. Das ist oft aufwendiger und teurer als ein gewöhnlicher Umbau, aber notwendig, um die Geschichte des Gebäudes sichtbar zu erhalten. Dabei wird versucht, möglichst viel von der originalen Bausubstanz zu bewahren.
Unterstützt wird der Denkmalschutz unter anderem vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, das sich um den Erhalt von Kulturdenkmälern in Thüringen kümmert. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Erhaltung durch finanzielle Fördermittel unterstützt.
Insgesamt bedeutet der Denkmalschutz für das Röderschlösschen, dass es auch in Zukunft erhalten bleibt. Es ist nicht nur ein historisches Gebäude, sondern auch ein wichtiger Teil der Identität des Ortes. Durch den Schutz können auch spätere Generationen noch sehen, wie Menschen früher gelebt und gebaut haben.
Wichtige Erkenntnisse
Das Röderschlösschen in Liebenstein wurde im 18. Jahrhundert von Heinrich Günther Reinhard von Röder geprägt. Er hatte 1746 das Rittergut erworben und zwischen 1747 und 1751 das Herrenhaus im Rokoko-Stil errichten lassen. Nach seinem Tod wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer. Zunächst fiel es durch Erbschaft an die Familie von Witzleben. Um 1820 wurde es Teil des Herzogtums Sachsen-Coburg-Gotha und diente dort als Amtshaus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Röderschlösschen enteignet und ging in den Besitz der Gemeinde über. Seitdem wird es für verschiedene Zwecke genutzt, zum Beispiel als Gemeindebüro, Museum, Wohnraum und Versammlungsort. Auch für öffentliche und kulturelle Aufgaben wird es verwendet. In dem Gebäude befinden sich Räume, in denen Vereine aus Liebenstein ihre Treffen und Veranstaltungen durchführen.
Liebenstein gehört zur Gemeinde Geratal in Thüringen. Das Schlösschen ist ein wichtiger Treffpunkt im Ort, da dort Feste, Konzerte und verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Besonders bekannt ist der große Rokokosaal mit seiner verzierten Stuckdecke.
In Liebenstein gibt es mehrere Vereine, die das Gemeindeleben bereichern. Dazu gehören der Liebensteiner Burgverein e. V., der sich um die Burgruine und Feste kümmert, der Liebensteiner Musikantenverein e. V., in dem musiziert wird, der Liebensteiner Rasselbockverein e. V., der Kinder- und Kulturveranstaltungen organisiert, sowie der Liebensteiner Feuerwehrverein e. V., der Feuerwehr- und Dorffeste gestaltet.
Das Röderschlösschen steht heute unter Denkmalschutz. Das bedeutet, dass es als historisch wertvolles Gebäude besonders geschützt wird. Fachleute achten darauf, dass wichtige Teile wie Fassaden, Fenster oder der große Saal erhalten bleiben. Dabei unterstützen Institutionen wie das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
Persönliche Einschätzung
Es ist wichtig, das Röderschlösschen zu erhalten, da es zeigt, wie Menschen früher gebaut und gelebt haben. Heute ist es für viele Vereine von Bedeutung, da sie dort ihre Räume haben. Außerdem finden dort zahlreiche Feste und Veranstaltungen statt. Somit ist es eine wichtige Begegnungsstätte im Ort.

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(Bildquelle: Leonie Traufmann)







