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Eine zweite Busfahrt ins Vogtland – mit Notenmappen und Dirigentin

von Alexandra

Eineinhalb Jahre konnte wir Sänger und Sängerinnen vom „Geraberger Liederkranz“ wegen Corona nicht proben. Aber dann, in der zweiten Septemberwoche, da konnte der Probenbetrieb endlich wieder fortge-setzt werden, und gut gelaunt und munter war der Probenraum wieder sehr gut gefüllt. Wir spürten wohl alle, wie wir uns nach dem Gesang sehnten.

Hatten wir in der letztjährigen Coronasommerflaute uns unsere jährliche Busreise nicht nehmen lassen, die uns schon einmal ins Vogtland führte, so bemühten wir uns auch in diesem Jahr darum. Denn durch Coronafolgen wurden die Reisemöglichkeiten knapp. Mitte Oktober tat sich dafür gerade noch ein Zeit-fenster auf, wieder in Kottenheide nahe dem „Musikwinkel“ mit Klingenthal und Markneukirchen und wir bestellten. So fuhren wir am 11.Oktober für vier Tage mit dem sehr gut besetzten Bus und unserem Stammbusfahrer Wolfgang Stärker über Landstraßen zunächst bis nach Bad Elster. Es war übrigens jetzt schon die 22-ste gemeinsame Chorreise mit ihm ! In Bad Elster wollten wir kurz die gerade noch blühen-den königlichen und noblen Kuranlagen erleben, was uns bei gutem Wetter auch gut gelang. Ein Katzen-sprung war es bis zu unserem nächsten Ziel in Markneukirchen, nämlich „Hüttels-Musikwerke-Show“, ei-ner vorzüglichen und gut erhaltenen Sammlung kleiner bis sehr großer mechanische Musikautomaten aus vergangenen Zeiten. Es ertönte unter anderem Musik bis zur Trommelfellstrapaze. Alle Musikappara-te waren sehr schön anzusehen, einschließlich der riesengroßen Kirmesorgeln. Im nahe gelegenen Kot-tenheide empfing uns dann der Hoteldirektor auf dem Dorfplatz mit Begrüßungstrunk bei Glockengeläut.

Das Ferienhotel „Haus am Ahorn“ war uns schon als ausgezeichnete Adresse mit vorzüglichen Bekösti-gung vom Vorjahr bekannt. Nach dem Abendessen fanden wir uns wieder in vertrauter Gemeinschaft zu-sammen bei guter Geselligkeit mit Gesang, handgemachter Musik und mit vielen Schmankerln, die uns viele aus unserer Runde vorzutragen wussten.
Das nahe Marienbad und Kynsvart wurden wegen umständlicher Grenzformalitäten aus unserem Pro-gramm gestrichen. Stattdessen fuhren wir am zweiten Tag zuerst nach Zwickau, um uns dort zu verteilen für Stadtbummel, oder dem „Robert-Schumann-Haus“ oder dem „Gustav-Horch-Museum“. Für dieses großartige Automuseum waren natürlich die meisten Männer zu haben. Die alte Autostadt Zwickau hatte ja auch mit „Horch“, mit „Audi“, mit „DKW“ und mit „Wanderer“, später zusammengeschlossen in der „Au-to-Union“, viel Altes, Nobles und Hochglanzlackiertes zu zeigen. „Trabi“ und seine Varianten waren natür-lich auch präsent.

Eine Stunde Dampferfahrt auf der Talsperre Pöhl hielt dann der Nachmittag für uns bereit, mit einem in-zwischen leichten Regen als unseren herbstlichen Begleiter. Aber wir saßen drinnen gut überdacht und unseren Schifferklavierspieler hatten wir auch in unserer Mitte. So wurde „eine Seefahrt ganz lustig“. Der Bus fuhr dann mit uns weiter nach Adorf, und zwar zum „Kleinen Vogtland“, einer parkähnlichen Anlage, in der ungefähr drei Dutzend repräsentative Bauwerke des Vogtlandes im Maßstab 1:25 aus Stein, Plaste und Metall nachgebaut waren. Das Wort „Augenweide“ kann man schon gelten lassen. Auch der zweite Abend verlief ähnlich dem ersten, weil auch hier Musik, Vortrag und Lachen nicht zu kurz kamen.
Tag drei sollte uns bis ins Erzgebirge bringen, über den „sächsischen Kältepol“ Morgenröte-Rautenkranz, Schwarzenberg, Annaberg-Buchholz zur Kerzenwelt nach Bärenstein. Weihnachten ist nicht mehr fern, und so füllten sich die Taschen. Es war eine sehr schöne und weitgehend auch sonnige Busfahrt durch das weitläufige Erzgebirge im ständigen Auf und Ab durch die herbstlichen Wälder und grünen Felder – aber mit Bewältigung unzähliger Umleitungen. Wolfgang brachte uns wie immer sicher ans Ziel, und die-ses hieß jetzt „das Suppenland“. Dort in Neudorf in der Gemeinde Sehmatal gibt es nämlich ein „Suppen-museum“, und die Bewirtung im Hause begann mit der Darreichung einer Käsesuppe als einer Siegersup-pe der dort üblichen Kochwettbewerbe. Auf zwei Etagen konnten wir anschließend Küchenmöbel, Küche-nutensilien, Küchengeschirr, Nudelhölzer und viel Küchengeschirr, bevorzugt von damals, anschauen und uns selbst „der guten alten Zeit“ besinnen. Ein paar Schritte waren es anschließend nur bis zum Bahnhof der „Fichtelbergbahn“. Diese Schmalspurbahn brachte uns mit ihren klappernden nostalgischen Waggons und vorgespannter Dampflok über 7 Stationen rund 300 Meter höher nach Oberwiesenthal. Die bequemen Bussitze hatten uns wieder, und so konnten wir den 1215 m hohen Fichtelberg „erfahren“. Weil es sogar die Sonne mit uns gut meinte, konnten wir von hier oben weit ins Sächsische im Norden und ins ganz nahe Böhmische im Süden schauen und wir fühlten uns gut erhoben. Aber der Herbstwind ärgerte schon all die ohne Mützen. Ewas tiefer gefahren gab es einen sehr guten Rastplatz für Kaffee und Kuchen, für das ob-ligatorische Gruppenfoto und für Jubel und Ständchengesang, denn Ruth Kummer aus Gräfenroda, unser ältestes mitfahrende gitarrespielendes Vereinsmitglied gab für alle einen aus ! Die Abfahrt entlang der tschechischen Grenze durch Wald, Wald und Wald führte uns zum größten Schwibbogen der Welt in Jo-hanngeorgenstadt. Dort lies unsere Reisebegleiterin Karin auch die 27 Meter große Pyramide zum Tages-abschluss für uns drehen und wir konnten staunen. Das Abendbuffet war sehenswert und entlockte so manches Lob. Unsere Abendgeselligkeit endete heute noch eine halbe Stunde später, wohl, weil das Ende einer sehr schönen Herbstreise nahe war. Es hat sich auch niemand beschwert, dass es nicht genügend zum Lachen gegeben hätte.

Der vierte und Abreisetag begann wieder mit dem exquisiten Frühstück. Nach dem Kofferverstauen nah-men wir noch einmal Aufstellung für Dank mit Ständchengesang für unsere Wirtsleute, die uns so hervor-ragend bewirtet hatten. Dann ging es ab in´s nahe Adorf für einen Stopp und Rundgang im „Perlmuttmu-seum“. Wir erfuhren von der einzigartigen und sehr komplizierten Muschelzucht und -fischerei in der Wei-ßen Elster, wie sie in vergangener Zeit königlich genehmigt betrieben werden durfte, und wir konnten bril-lante Perlmuttprodukte bestaunen. Knapp zwei Stunden später erreichten wir das an der oberen Saale ge-legene Schloss Burgk als letztes Besichtigungsziel auf unserer Reise – eine imposante Burg mit zwei Me-ter dicken Wänden, später vom Fürstenhaus der Reussen (Älteren Linie) als Schloß ausgebaut, sehens-wert in der Saaleschleife gelegen und heute in gutem Zustand erhalten.
Dann auf der Heimfahrt kam die Zeit für Bedankungen jeglicher Art, für´s Singen (fast alle), Musizieren (Norbert und Ruth), Fahren (Wolfgang), Kuchenorganisieren (Edith), Kassieren (Giesela), Dirigieren (Bri-gitte), Filmen (Eberhard) und Organisieren (Klaus), sowie für Kameradschaft und guten Vereinsgeist. Schön, dass wir unseren Gesang haben – und jeden Montag wieder proben können. Und wie auf jeder dieser Reisen fehlte auch Wolfgangs erster Vorschlag für ein nächstjähriges Reiseziel nicht. Fast schon gebucht !

Dr. K. Bödrich


Nach der Rast am Fichtelberg (Foto: E. Eichhorn)

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