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Gewichtheber beziehen den Anbau der Turnhalle in Gräfenroda

von Alexandra

Gemeinde Geratal OT Gräfenroda, 04.05.2022
Die Turnhalle im Gräfenrodaer Wolfstal war am Abend des 4. Mai gut gefüllt. Rund 50 Nachwuchssportler des „SV 90 Gräfenroda – Sektion Gewichtheben“ absolvierten gerade ihr Training, als sich die Pforten öffneten und immer mehr geladene Gäste hinzukamen.

Der Grund für diesen Ansturm war sehr erfreulich, ist es doch nun gelungen das langjährige Platzproblem zu lösen. Etliche Jahre mussten die (mittlerweile 120) Mitglieder der Sektion Gewichtheben auf engstem Raum trainieren, standen gerade einmal vier Trainingsplätze zur Verfügung. Als dann auch noch der sportliche Erfolg so groß war und sogar ein Aufstieg in Deutschlands höchste Klasse sportlich möglich war, nahmen die Verantwortlichen einen neuerlichen Anlauf auf die dringende Turnhallenerweiterung aufmerksam zu machen. Da dieses Unterfangen bereits in den vergangen Jahren nicht von Erfolg gekrönt war und Landkreis sowie Kommune die Mittel hierfür nicht bereitstellen konnten entschied man sich vorerst für die Brandbriefvariante.

Der ehemalige Gräfenrodaer Bürgermeister Frank Fiebig schrieb sämtliche in Frage kommende Ministerien in Thüringen sowie Sportbünde an, um auf die Situation hinzuweisen und um Hilfe zu bitten. Dennoch mussten noch einige Jahre vergehen, bis der Traum von weiteren Trainingsplätzen wahr wurde. Bürgermeister Dominik Straube bezeichnet das Ringen um die Erweiterung „mehr als nur einen Sprint“, es sei ein „regelrechter Marathon“ gewesen, den er seit 2017, als erstes großes Projekt als neuer Bürgermeister von Gräfenroda, begleitet hat.

Um Platz zu schaffen, setzten sich Kommune und Landkreis an einen Tisch. Man kam zu der Entscheidung, einen Anbau an der bestehenden Turnhalle zu errichten, bei dessen Finanzierung der Freistaat Thüringen mit ins Boot geholt werden sollte, was letztlich auch glücklicherweise gelang.

Das Bauvorhaben kostete am Ende rund 705.000 Euro. Aktuell trägt das Land (Städtebauförderung) ca. 333.000 Euro der Kosten, der Landkreis beteiligt sich mit ca. 85.000 Euro Bauherrenanteil und die Gemeinde trägt ca. 142.000 Euro Eigenanteil zur Förderung. Somit sind die ursprünglich veranschlagten Baukosten von rund 560.000 Euro durch die drei Partner finanziert. Für die eingetretene Kostensteigerung von rund 145.000 Euro hat die Gemeinde Geratal bereits im letzten Jahr einen weiteren Fördermittelantrag bei der Städtebauförderung gestellt und alle Beteiligten gehen davon aus, dass die entstandenen Mehrkosten nach gleichem Modell durch Land, Landkreis und Kommune getragen werden. Diese Zusammenarbeit hat bei diesem Projekt sehr gut funktioniert.

Petra Enders zeigte sich sichtlich erleichtert. Großes Lob zollte sie Bürgermeister Dominik Straube, der sich für das Vorhaben sehr stark gemacht hatte. Großen Dank richtete sie auch an die anwesenden Kreistagsmitglieder und Gemeinderäte, Schulleiter Sven Kummer sowie den Planungs- und Baufirmen. „Wir haben es alle gemeinsam gestemmt“, so die Landrätin.

Sie bedankte sich auch bei den Vereinsmitgliedern, die insbesondere während der Bauphase tatkräftig mit angepackt hatten, was das Vorankommen enorm erleichterte. Selbst der Nachwuchs habe in den Ferien mit angepackt, um den Anbau in 15 Monaten wahrlich aus dem Boden zu stemmen, berichtet Petra Enders beeindruckt weiter. Sie erwähnt zudem die gute Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule und bedankt sich auch bei den anwesenden Pressevertretern für die begleitende Berichterstattung.

Bei dem Bauvorhaben wurden zehn weitere Trainingsplätze geschaffen. „Von dem dringend benötigten Erweiterungsbau profitiert auch die Schule“, betont Bürgermeister Dominik Straube, bevor er zurückschaut und einen Einblick in die Historie der Fördermittelbeschaffung sowie Bauplanung gibt. Dazu habe er am Vorabend sogar noch einmal die alten Unterlagen gesichtet. Letztendlich konnte man über diese „Dreier-Finanzierung“ (Land/Landkreis/Kommune) die so wichtigen Trainingsplätze schaffen. Damit der international bekannte und erfolgreiche Gewichtheber-Verein „aus dem kleinen Örtchen Gräfenroda“ weiter die Spitze der zweiten Bundesliga anführen kann, weiterhin die Chance besteht, in die erste Liga aufzusteigen und vor allem die so zahlreichen Nachwuchssportler adäquat betreuen kann war die Erweiterung unumgänglich. Dominik Straube überreichte Sektionsleiter René Holtmann und dem langjährigen Trainer Rolf Heyer symbolisch einen Schlüssel und eine Urkunde, um damit seine Anerkennung und Wertschätzung für die geleistete Vereinsarbeit, gerade in Bezug auf die Nachwuchsförderung, zum Ausdruck zu bringen.

René Holtmann zeigte sich hoch zufrieden über die neuen Trainingsmöglichkeiten und ging auf die vergangenen schlechteren Bedingungen der Sektion ein, fand das Training teilweise in Kellerräumen oder sanierungsbedürftigen Hallen statt. Umso mehr freut er sich über die Fertigstellung des Anbaus und bedankt sich bei allen Beteiligten für die Umsetzung. Für ihn und die Vereinsmitglieder sei ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Auch er betont, dass die Anzahl der Nachwuchssportler im Verein enorm angestiegen ist. So sei die Sektion innerhalb weniger Jahre von 30 auf nunmehr 120 Mitglieder gewachsen – 80 davon sind Kinder und Jugendliche!

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende des SV 90 Gräfenroda, Dominik Krauße, und René Holtmann nutzten die Gunst der Stunde und ernannten das Gründungsmitglied der Sektion Gewichtheben und langjährigen Erfolgstrainer Rolf Umbreit zum Ehrenmitglied.

Als Dank und Wertschätzung überreichte René Holtmann Landrätin Petra Enders, Bürgermeister Dominik Straube, dessen Amtsvorgänger Frank Fiebig, dem ersten Beigeordneten der Landgemeinde Geratal (Tobias Nimbs), dem Planungsbüro und der Bauleiterin Blumen und Präsente. „Wir haben jetzt alle ganz tolle Trainingsbedingungen und sind unendlich dankbar dafür“, freute sich René Holtmann. „Nun können unsere Sportler im neuen Anbau trainieren“, so der Sektionsleiter weiter.

Lob und Dank für die Erfolge und die unermüdliche Arbeit im Nachwuchsbereich gab es zudem von einigen der geladenen Gäste. So betont Marco Rehmer (Geschäftsführer des Bundesverband Deutscher Gewichtheber e.V.) die überragenden Erfolge des Vereins. Jochen Hagner (Präsident Thüringer Athletenverband) „zieht den Hut“ vor René Holtmann und bezeichnet ihn als „Hauptverdienstträger“ für die hervorragende Nachwuchsarbeit und die Erfolge der „Gräfenrodaer Gewichtheber“. Einen besonderen Dank richtete er zudem an den gesamten Verein, die Gemeindeverwaltung Geratal und an die Landrätin für das gute Zusammenspiel. Er habe eine derart tolle Umsetzung und Einweihung eines solchen Heberraumes erst das zweite Mal in seiner langen Amtszeit erlebt.

Zum Abschluss bewiesen vier Nachwuchssportler aus unterschiedlichen Altersklassen ihre Stärke und Technik an den Langhanteln. „Es wurde genug geredet, jetzt folgen Taten“, betonten die beiden Landestrainer Gewichtheben Andre Pfeuffer und Philipp Schreck.

Kheda Dudorkhanova (mehrmalige Thüringer- und Westdeutsche Meisterin und 3. der Deutschen Meisterschaften), Titus Reinhardt, der erst kurze Zeit im Verein trainiert, Marc Pfeiffer (3- facher Deutscher Meister bei den Schülern) und Andre Langkabel (2- facher Jugend EM Teilnehmer und mehrfacher Deutscher Meister Jugend und Junioren) zeigten ihr Können beim Reißen und Stoßen.

Nicht nur Landrätin Petra Enders war erstaunt, dass auch ein junges Mädchen unter ihnen war. Und Gräfenroda hat sehr viele Mädchen im Verein die diese Sportart betreiben.

Zum Abschluss lud die Landrätin alle anwesenden Gäste zu einer kühlen Erfrischung und schmackhaften Bratwurst bei guten Gesprächen und geselligem Beisammensein ein.

Text und Bilder: Pressestelle Gemeindeverwaltung Geratal

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