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Wanderung in den Herbst

von Alexandra

Am Sonntag, den 24. Oktober hatte unser Rüdiger Krause zu einer Wanderung in den Geragrund eingeladen. Ca. 25 Heimatfreunde und interessierte Gäste trafen sich an diesem herrlichen goldenen Oktobertag am Rastplatz „Glück Auf“ an der Spitze des Mittelberges. Gemeinsam wandern ist schön und wenn dabei noch ein wenig Geschichtswissen vermittelt wird, ist es auch noch sehr interessant.

Ein kleiner Vortrag über die seit Jahrhunderten ansässigen Gewerke am Mittelberg, wie Bergbau, Eisenhammer, Pochwerke und immer wieder Sägemühlen, stimmte uns auf die Wanderung ein. Unser Weg führte am Gelände der Seniorentagespflege vorbei über die Brücke in den Geragrund. Nächster Halt war an der sog. Pechhüttenwiese und dem Pechhütten- bzw. „Zigeuner“-Felsen. Hier stand in früheren Zeiten eine Pechhütte. Bis in die 50er Jahre war es auch ein Rastplatz für durchziehende Zigeuner, die hier Musik machten, Waren verkauften und Hilfsarbeiten anboten. Manche Arlesberger kennen bestimmt noch Geschichten dazu.

Weiter führte unser Weg entlang der Zahmen Gera, bis wir wieder eine Brücke nach links überqueren konnten, um ans andere Ufer zu gelangen. Früher war hier ein relativ freier Platz, jetzt erkennt man ihn kaum noch durch Baum – und Strauchbewuchs. Unser Ziel war der Info-Stein zur Grube „Volle Rose“, der an die Zeit des Bergbaus auch von dieser Seite des Mittelberges erinnert. Nach Schließung der Grube wurde das Zechenhausgelände als Ferienlager umfunktioniert. Von Silke erfuhren wir etwas aus dieser Zeit. Vielleicht können sich noch Einwohner daran erinnern und uns ein paar Geschichten oder Fakten dazu übermitteln. Der Rückweg gestaltete sich wie immer bei unseren Wanderungen etwas sportlich. Der Weg oberhalb der Gera war stellenweise sehr schmal und ziemlich zugewachsen. Aber alle kamen wohlbehalten an der Seniorentagespflege an.

Über die Brücke ging es entlang des sog. „Neuen Weges“ und oberhalb der Gera zurück. Informationen zum Weg ließen uns wissen, dass dieser bereits 1503 in alten Akten erwähnt wird und sehr wichtig war für die damaligen Gewerke an der Mittelbergspitze. Wir Heimatfreunde setzten 2010 zur Erinnerung eine Info-Stein-Gruppe. Nach ca. 2stündiger Wanderung war unser Ziel die Braunsteinmühle. Vor unserem neu erbauten Holzschuppen wurden schnell Tische und Bänke aufgestellt, denn wir hatten Kaffee und Kuchen vorbereitet. Bei immer noch herrlichem Sonnenschein ließen wir und unsere Gäste diesen schönen Nachmittag mit vielen guten Eindrücken ausklingen.

Nochmals ein Dankeschön an alle Beteiligten.

Die Geraberger Heimatfreunde

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