Dominik Straube, Lars Pitan, Heidi Möller, Silke Hofmann, Patrick Möller, Thomas Liedtke, David Wegel, Jürgen Hornig, Detlef Bräuning (v. l. n. r.)
Gemeinde Geratal OT Geraberg
Mit einer stimmungsvollen Dankesveranstaltung ist am Freitag, dem 27. März 2026, die Sanierung des Mühlrades an der Braunsteinmühle in Geraberg offiziell gewürdigt worden. Zahlreiche Gäste, Förderer, Sponsoren und Vereinsmitglieder waren der Einladung gefolgt und sorgten für eine überraschend hohe Resonanz, was ein deutliches Zeichen für die große Verbundenheit mit dem traditionsreichen technischen Denkmal „Braunsteinmühle“ setzt.
In Vertretung der verhinderten Vereinsvorsitzenden Gabi Irrgang führte Schatzmeisterin Silke Hofmann durch das Programm. Die Geraberger Heimatfreunde hatten nicht nur die Verpflegung organisiert, sondern die Braunsteinmühle auch liebevoll dekoriert. Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgte das Duo „Monet“, bestehend aus Nancy Göritz und Heiko Gräfe, das mit seinem abwechslungsreichen Programm spürbar zur feierlichen Atmosphäre beitrug.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand neben der Würdigung der Sponsoren auch ein Rückblick auf die bewegte Geschichte der Braunsteinmühle. In ihrer Festrede machte Silke Hofmann deutlich, welchen langen Weg das Objekt seit der Stilllegung des Bergbaus im Jahr 1949 zurückgelegt hat. Nach dem endgültigen Ende des Betriebes im Jahr 1981 drohte der Verfall. Doch engagierte Bürger und Visionäre wie Rüdiger Krause hielten an der Idee fest, die Mühle als technisches Denkmal zu bewahren. Die Mitstreiter von Rüdiger Krause waren damals hauptsächlich Frank Veitenhansel, Carmen Rux und Klaus Bödrich, um nur einige der Initiatoren zu nennen.
Bereits 1990 wurde die Braunsteinmühle unter Denkmalschutz gestellt, 1996 schließlich als Museum eröffnet. Seitdem hat sich das Areal stetig weiterentwickelt. Ein wichtiger Bestandteil des Museumskonzeptes war seit 1994 das Mühlrad, das nun nach fast 30 Jahren aufgrund erheblichen Verschleißes grundlegend saniert werden musste.
Im Jahr 2023 musste das Mühlrad letztendlich infolge erheblichen Reparaturbedarfs außer Betrieb genommen werden. Erich Haake hatte zuvor mit zahlreichen Instandsetzungsmaßnahmen die Lebensdauer immer wieder verlängern können. Schließlich wurde jedoch eine umfassende Sanierung unumgänglich, der sich die Geraberger Heimatfreunde gemeinsam mit vielen Unterstützern, Sponsoren und dem Mühlradbeauftragten Siegfried Löbnitz engagiert stellten.
„Was ist schon eine Mühle ohne Mühlrad? Das wäre wie eine Suppe ohne Salz“,
hieß es treffend in der Ansprache der Schatzmeisterin. Entsprechend groß war die Freude darüber, dass sich das Mühlrad nun wieder dreht und der Mühle neues Leben einhaucht.
Dies wurde im Außenbereich eindrucksvoll demonstriert, als das sanierte Mühlrad feierlich in Gang gesetzt wurde.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ehrung der zahlreichen Sponsoren, deren finanzielle Unterstützung die Sanierung erst ermöglicht hatte.
Bürgermeister Dominik Straube und Ortschaftsbürgermeister Detlef Bräuning überreichten den Förderern symbolisch kleine Mühlräder als Zeichen der Anerkennung und richteten zugleich ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihr Engagement aus.
Für ihren unermüdlichen Einsatz wurden die Geraberger Heimatfreunde mit einem größeren, elektrisch betriebenen Mühlrad geehrt. Eine kleine Informationstafel direkt neben dem Mühlrad erinnert fortan an alle Unterstützer dieses Projektes.
Auch Daniela Wiegand, Betreiberin des Mühlencafés, wurde an diesem Abend geehrt. Für ihr 16-jähriges Engagement und die damit verbundene nachhaltige Bereicherung der Braunsteinmühle überreichten Dominik Straube und Detlef Bräuning ihr einen Schwibbogen, der sich künftig harmonisch in das liebevoll eingerichtete Café einfügen wird. Sichtlich gerührt nahm sie das Präsent entgegen.
„Es ist eine Symbiose zwischen dem technischen Museum und dem Mühlencafé“, betonte Bürgermeister Dominik Straube.
„Was wäre die Braunsteinmühle ohne das Café und umgekehrt?“
Die Veranstaltung machte eindrucksvoll deutlich, wie viel ehrenamtliches Engagement, Gemeinschaftssinn und regionale Identität in der Braunsteinmühle stecken. Seit der Gründung der Geraberger Heimatfreunde im Jahr 2007 wurden bereits über 16.000 Besucher durch die Mühle geführt. Dieser Erfolg wäre ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer nicht denkbar gewesen.
Mit der Inbetriebnahme des sanierten Mühlrades ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des historischen Ensembles erreicht. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Bereits in Planung sind weitere Projekte, darunter die Anbindung der Braunsteinmühle und des dazugehörigen Braunsteinweges an den UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen sowie eine Erweiterung des Mühlenareals.Demzufolge verwies Silke Hofmann in ihrer Ansprache, auch in Richtung der anwesenden Vertreter des Landratsamtes Ilm-Kreis, auf weitere Zukunftsvisionen. So ist unter anderem geplant, den ursprünglichen Verlauf der Zahmen Gera im Bereich der Mühle nachzubilden und durch eine begehbare Glasabdeckung sichtbar zu machen.
Die Braunsteinmühle bleibt damit nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Mittelpunkt unserer Heimat, an dem Geschichte, Kultur, Genuss und gemeinschaftliches Miteinander spürbar zusammenkommen.
Text und Bilder: Pressestelle Gemeindeverwaltung Geratal
























