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Gossel

von Gemeinde Geratal

Ortschaftsbürgermeister:
Andreas Gundermann

Ehemaliges Gemeindebüro
Crawinkeler Straße 2 • 99330 Geratal
Telefon (036207) 563 23

Sprechzeiten:
Mittwoch: 18:00 bis 20:00 Uhr

Das traditionsreiche Gossel 5 km nordwestlich von Plaue gelegen, ist ein sogenanntes „Runddorf“, welches auf einem Muschelkalkplateau ca. 500 m über NN liegt. 1995 beging der Ort sein 825-jähriges Jubiläum. Man bezog sich dabei auf eine Urkunde aus dem Jahr 1143.

Bereits im Jahre 2001 wurde jedoch das Jahr 1143 im Mainzer Urkundenbuch II, Nr. 38 als Ersterwähnung unter dem Namen „Gosla“ entdeckt.

Während eines Spaziergangs um den Ort lässt es sich in alle Himmelsrichtungen weit blicken und herrliche Panoramabilder tun sich auf. Gossel mit seinen ca. 460 Einwohnern gehört seit Januar 2019 der Landgemeinde Geratal an und besitzt keine Industrie. So ist es seit jeher landwirtschaftlich geprägt. Im Jahre 1994 wurde Gossel der Titel „Schönstes Dorf im Altkreis Arnstadt“ verliehen.

Ein Mitte der 90er Jahre erschlossenes Wohngebiet „Am Kalkberg“ ist vollständig belegt, eine kommunale Gaststätte mit Pensionsbereich konnte 1996 über das Dorferneuerungsprogramm saniert werden und belebt den Ort.

Aktive Vereine, wie der Feuerwehrverein Gossel e. V., der Traditionsverein Gossel e. V., der Biabellabimbathlonverein und der Reitsportverein Gossel-Crawinkel e. V. sowie der Frauenchor „Die Lerchen“ sorgen für das kulturelle Leben.

Seine frühere Bedeutung verdankt Gossel zum großen Teil seiner Lage am wichtigen Handelsweg von Nürnberg nach Hamburg. Hierbei war der Ort Umspannstation für die Pferdefuhrwerke.

Im Gosseler Wappen wird diese Vergangenheit durch Jacobus, dem Schutzheiligen aller Pilger und Wallfahrer, symbolisiert. Aus dieser Zeit resultiert auch ein alter Fuhrmannsbrauch, das legendäre „Osterpfitzen“. Auch haben die drei noch existierenden Steinkreuze – insgesamt sieben – Eingang in das Ortswappen gefunden, welche früher für
erschlagene Wallfahrer errichtet wurden. So soll auch ein Nonnenkloster hier gestanden haben, die drei goldenen Kugeln im Wappen symbolisieren die Attribute des heiligen Nicolaus.

Gosseler Persönlichkeiten vergangener Jahre waren die Komponisten Johann Nicolaus Hanff, am 25.09.1663 in Gossel geboren und Weihnachten 1711 in Schleswig gestorben (Domorganist in Eutin und Schleswig) sowie Johann Valentin Scherlitz 1732 – 1793, Hoforganist in Gotha.

Sage: Die sieben Kreuze bei Gossel – 99338 Gossel

Nahe bei dem Dorfe Gossel stand vor Alters ein Nonnenkloster, davon heutigen Tags nichts mehr vorhanden ist. Auch dorthin war viel Laufens und Wallfahrens, davon noch ein Wahrzeichen auf einem Fleck Rasen, wo man es die sieben Kreuze nennt. Denn einstmals hatten sich im Wirtshause die frommen Wallfahrer so bezecht, daß eine mörderliche Prügelei unter ihnen entstand, sie einander verfolgten, und im Freien, etwa dreihundert Schritte von der Klosterstätte, sieben von ihnen erschlagen wurden.

Zum Andenken des Mordes sind hernach so viele Kreuze an die Stelle gesetzt worden. Daß sie noch stehen, will ich nicht behaupten, so viel aber erinnere ich mich aus früheren Jahren, selbst an einer Anzahl Steinkreuzen bei Gossel öfter vorbei gekommen zu sein.
(Bechstein, Ludwig – Der Sagenschatz und die Sagenkreise des Thüringerlandes, Theil 3, Meiningen und Hildburghausen 1837)

April:
• Osterpfitzen
• Osterfeuer

Mai:
• Maibaumsetzen

Oktober:
• Einheitsfeuer

 

Weitere Feste:

• Kindersommerfest
• Biabellabimbathlon

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