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Frankenhain

von Gemeinde Geratal

Ortschaftsbürgermeister:
Hans-Georg Fischer

Fremdenverkehrsbüro
Mühlsteinstraße 7  • 99330 Geratal
Telefon (036205) 763 66

Sprechzeiten:
Donnerstag: 16:00 bis 18:00 Uhr

Gegründet wurde der Ort Frankenhain von hier ansiedelnden Franken, die nach dem thüringisch-fränkischen Krieg, in dessen Folge das Thüringer Königreich zerschlagen wurde,  sich hier niedergelassen haben. Aufgabe der hier etablieren Franken war es, einen alten Handelsweg, den es bereits gab, über den Thüringer Wald zu sichern und zu unterhalten. Hierzu wurde eine so genannte Straßenmeyerei gegründet, die für die Unterhaltung des Handelswegs verantwortlich war.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde unser Ort im Jahre 1301. Die Bevölkerung des Ortes lebte im späten Mittelalter hauptsächlich von der Waldwirtschaft als Holzfäller, Pechsieder und Kienrußbrenner. Daneben gab es in unserem Ort einige Bauernhöfe, die die landwirtschaftlichen Flächen um unseren Ort bestellten und im Nebenerwerb Umspanndienste für Kaufleute tätigten, welche die Handelswege über den Thüringer Wald nutzten. Mehr als zweitausend Jahre wurden in unserer Region, speziell im Bereich des Borzelkopfes und der Hohen Warte Mühlsteine gebrochen und anschließend in kleinen Manufakturen behauen. In Spitzenzeiten wurden mehr als 1000 Mühlsteine in unserer Region hergestellt und selbst in das europäische Ausland exportiert. Die Mühlsteinproduktion endete um 1890 in unserem Ort. Hauptursache dafür war die Erfindung des Walzenmahlwerkes. Über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten wurde am Eisenberg Eisen abgebaut. Die letzte Grube, die „Grube Berta“ schloss vor Beginn des Ersten Weltkrieges. Entlang des Zechsteinbandes, welches unseren Ort vom Westen nach Osten durchzieht, gab es mehrere Bergwerke und Pinnen. Hier wurde vor allen Dingen Kupfer, aber auch Silber und Flussspat gewonnen. Mehr als zwei Jahrhunderte prägte die Glasindustrie, die jetzt nahezu erloschen ist, unseren Ort.

Sehenswert in unserem Ort ist der Flößgraben, der in den Jahren 1691 bis 1702 entstand. Auf diesem wurde Stamm- und Scheitholz aus dem Gebiet der Lütschetalsperre bis nach Luisenthal, zur Ohra geflößt. Heute ist der Flößgraben ein technisches Denkmal und ein sehr beliebter Wanderweg. Von 1936 bis 1938 wurde südwestlich von Frankenhain die Lütschetalsperre für die Versorgung der Dampf-Lokomotiven mit kalkfreiem Wasser errichtet. Heute ist die Lütschetalsperre ein beliebtes Erholungszentrum mit einem 4-Sterne-Campingplatz mit mehr als 150 Stellplätzen für Wohnwagen und Wohnmobile. Darüber hinaus verbringen dort ca. 150 Dauercamper ihre Freizeit und auf der angrenzenden Zeltwiese sind 150 Stellplätze ausgewiesen. Darüber hinaus gibt es vermietete Bungalows, eine Gaststätte, eine kleine Verkaufseinrichtung und diverse Freizeit- und Sporteinrichtungen auf dem Campingplatz. Die Talsperre selbst wird durch Wassersportler und Angler genutzt.

In der ehemaligen Gemeindeverwaltung ist ein Heimatmuseum eingerichtet, das immer mittwochs von 15.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden kann. Die Modelleisenbahner betreiben in der Kleinen Waldstraße eine weit über die Gemarkungsgrenzen hinaus bekannte Modelleisenbahnanlage. Frankenhain ist durch die vielen erfolgreichen Wintersportler international sehr bekannt. Viele Weltmeister und Olympia-Sieger, darunter Katrin Apel, Erik Lesser, Philipp Horn, Jens Filbrich, Luise Kummer, haben den Namen unseres Ortes bekannt gemacht. Die Biathlon-Anlage mit der dazu gehörigen Rollerstrecke , die sich am Ortsrand befindet, kann durch Urlauber, Einheimische und Gäste außerhalb der Trainingszeiten für den Breitensport genutzt werden. Unter der Regie der Vereine unseres Ortes werden jährlich wiederkehrende Veranstaltungen und Feste durchgeführt, darunter das Jugend- und Dorffest, die Kirmes, das Maibaumsetzen, der Weihnachtsmarkt, die Modelleisenbahnausstellung, das Heide-Fest, um nur einige zu nennen.

Die Entwicklung des Tourismus in Frankenhain ist eng mit dem Anschluss der Gemeinde an das Eisenbahnsystem verbunden. 1876 wurde die Bahnverbindung von Gotha nach Ohrdruf eröffnet. 1892 wurde die Bahnstrecke von Erfurt bis Schweinfurt fertiggestellt. Der Lückenschluss von Ohrdruf bis nach Gräfenroda wurde 1892 vollzogen. Im gleichen Jahr erhielt auch Frankenhain einen Bahnhof. Erste Sommerfrischler, so wurden die damaligen Erholung Suchenden in unserem Ort genannt, nutzten die neue Bahnstrecke und in Frankenhain entwickelte sich zunächst in den Gasthäusern und den großen Bauerngehöften ein Beherbergungsgewerbe. Motor für die Entwicklung des Fremdenverkehrs in unserem Ort war der im Jahre 1880 gegründete „Thüringer-Wald-Verein“. (TWV) Auf Initiative der Ortsgruppe Frankenhain des  TWV entstanden in Frankenhain viele Beherbergungsunternehmen. Die bereits vorhandene Gaststätte Gemeindeschenke „Alter Fritz“ erhielt Logiezimmer. Neue Gaststätten, wie die Gaststätte „Lilie“, „Silberblick“ und „Café am Plan“ entstanden. Zusätzlich gab es Pensionen und Pensionszimmer. Im Bereich des Flurstückes „Waldfrieden“ wurde um 1920 von der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gera ein Genesungsheim errichtet.

Besonders auf Initiative der damaligen Vorsitzenden des TWV, Ortsgruppe Frankenhain, Frau Marie-Luise Gerberding wurde ein sehr umfangreiches Wanderwege-System geschaffen, das eng mit dem Wanderwegesystem des Thüringer Waldes vernetzt wurde . Viele Wanderrastplätze, Bänke und Sitzgruppen wurden in der Peripherie unseres Ortes errichtet, darunter die „Linzens Ruh“, die „Schöne Aussicht“, der „Rumpelsblick“ und die Schutzhütte im Lütschegrund. Am Bahnhof in Frankenhain wurde ein kleiner Park angelegt und viele Quellen wurden gefasst und mit Bruchsteinmauern und Quellbecken gestaltet, darunter der Soldatenborn, die Lütschequelle, der Borzelborn und der Kiesewetterborn. Mit dem 2. Weltkrieg erlosch der Tourismus in unserem Ort. Im Jahre 1945 wurde der „Waldfrieden“ als Genesungsheim für Verletzte und Invaliden umgebaut. Es entstand eine Orthopädie-Werkstatt im Gebäude.

Unter Regie der Gewerkschaften entwickelte sich ab 1945 der Tourismus in Frankenhain. In den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg wurde darauf hingewirkt, dass private Vermieter Ferienunterkünfte für die Urlauber bereitstellten und die Urlauber wurden in den umliegenden Gaststätten versorgt. In den Spitzenzeiten wurden bis zu 150 Urlauber pro Durchgang in unserem Ort betreut. Durch Betriebe der Region Halle – Leipzig wurden Ende der 60er Jahre mehrere Ferienheime im Lütschegrund, am Gänserasen, am Frusch und an der Lütsche errichtet.

Auf Initiativ der Gemeinde Frankenhain wurde Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts an der Lütschetalsperre ein Campingplatz mit Verkaufseinrichtung, Postfiliale, Bootsausleihstation und Wasserwacht geschaffen. Auf dem Campingplatz selbst wurden mehr als 50 Bungalows errichtet. Der Campingplatz wurde im Jahre 2010 privatisiert und umfassend saniert und mit einer Gaststätte und einer neuen Rezeption erweitert. Heute gibt es in Frankenhain ein Hotel, eine Ferienanlage, die gegenwärtig saniert wird, mehrere private Vermieter von Ferienhäusern und Ferienwohnungen sowie rund 60 eigengenutzte Ferienbungalows.

Der Erholungsort Nieste ist eine aufstrebende Gemeinde mit derzeit ca. 1900 Einwohnern.
Durch die exponierte Lage am Talende der Nieste, zwischen dem Naturpark Geo-Naturpark Frau-Holle-Land und Naturpark Münden finden die Anwohner eine Oase der Ruhe inmitten der Natur.

Mehr als 100km Wander- und Radwege durch herrliche Auen und Gebirgslandschaften (zwischen 300 und 650 Höhenmetern üNN), lassen das Wohnen zum Erlebnis werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.nieste.de

Januar:
• Weihnachtsbaum-Verbrennen (Hirtenwiese)

März:
• Tag der Sauberkeit

April:
• Osterfeuer (Gräfenrodaer Berg)
• Forellen-Räuchern (Lütsche-Talsperre, am Holidayhaus)
• Osterparty mit DJ Heiko (Turnhalle)
• Maibaumsetzen (Plan)

Mai:
• Walpurgisfeuer (Gartenanlage „Auf der Heide“, Parzelle 19)

Juni:
• Jugend-Angeln (Lütsche-Talsperre)

Juli:
• Heidefest/Sommerfest (Gartenanlage „Auf der Heide“)
• Waldgottesdienst (Gartenanlage „Auf der Heide“)

September:
• Tag des offenen Denkmals (Heimatausstellung im Heimatmuseum; Historisches Sägewerk)
• Oktoberfest (Jugendclub)
• Erntedankfest (Gartenanlage „Auf der Heide“)

Oktober:
• Forellen-Räuchern (Lütsche-Talsperre, am Holidayhaus)
• Gottesdienst zur Kirmes (Kirche)
• Kirmes mit Umzug durch den Ort, Kirmestanz und Kirmes-Frühschoppen (Turnhalle)

November:
• Fackelumzug zu Martini (Plan)
• Weihnachtsbaum-Schmücken (Plan)

Dezember:
• Weihnachtsfeier für Senioren aus Frankenhain (Gemeindeamt)
•Weihnachtsausstellung und Nacht-Special (Modelleisenbahnclub)

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